Allgemein, Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge, Tagestouren, Wandertouren

Zwischen Roter und Wilder Weißeritz

Distanz: 23,7 km Aufstieg 470 m

Freital Heilsberger Park – Brüderweg – Tharandt – Sonnentempel – Oberleitenweg – Waldblick – Butterstraße – Lübau – Spechtritz – Rabenauer Grund – Rabenauer Mühle – Wasserwerk – Somsdorfer Klamm – Teufelskanzel – Somsdorf – Sonnentempel – Leitenweg – Freital Heilsberger Park

Über die App “ Komoot“ wurde ich durch andere Wanderer auf den Brüderweg aufmerksam. Der Weg soll es in sich haben und man braucht etwas Erfahrung. Allein der Weg war mir etwas zu kurz. In Vorbereitung auf einen geeigneten Wanderweg fiel mir dabei die Somsdorfer Klamm auf. Ich erstellte also eine Route entlang der Weißeritztalhänge und fertig war die Runde.

Gestartet bin ich in Freital Hainsberg West. Auf dem Leitenweg kann man mit dem Auto gut parken oder man fährt mit dem Zug bis Freital Hainsberg West. Gleich zu Beginn überquert man die Wilde Weißeritz, welche gar nicht so wild aussieht aber wer sicha n das Jahrunderthochwasser 2002 erinnert, weiß welche Gewalten von einem Fluß ausgehen können. Die Tharanter Straße überquerte ich an der Ampel und hielt mich rechts um in den Taleinschnitt hineinzugehen. HIer wurde es mir wieder schnell warm, da es gleich etwas nach oben ging. An einer Wegkreuzung hielt ich mich links und überquerte nicht den Wasserlauf. Nun war ich auf dem Brüderweg der ein schöner schmaler Pfad ist. Ein Hinweisschild wies darauf hin, dass der Weg nur für Geübte Wanderer ist. Da es nicht meine erste Tour war, zähle ich mich daraunter.

Wilde Weißeritz
Beginn des Brüderweges

Oberhalb der Straße ging es durch schöne Natur. So schön wie der weg auch ist störte mich die Geräuschkulisse der Autos, welche aufrund der Hanglage gut zu hören war. Der Pfad schlängelt sich schön an der Kante entlang. Vorbei an schönen Felsen und über Gitter läuft man hier. Schwierige Stellen sind mit einem Stahlseil gesichert. Rückblickend kann ich sagen, dass es auf Wanderwegen ohne Hinweisschilder schwierigere Passagen gibt aber ich finde, schwindelfrei sollte man hier auch sein. Nach den Passagen wurde es wieder waldreicher und es folgte der Hinweis, das eine Brücke defekt sei. Umdrehen wollte ich nicht so ging ich erstmal weiter. Die Brücke war zwar defekt aber eine gut ausgetretene Querungsmöglichkeit war vorhanden. Nun folgte ich dem Weg abwärts bis Tharandt.

enge felsige Pfade
teilweise mit Seil gesichert

Im Ort Tharandt hielt ich mich nur kurz auf und überquerte zügig die Hauptstraße um links mit Blick auf die Bergkirche von Tharandt in die Straße einzubiegen . Nun überquerte ich wiederum die Wilde Weißeritz und ging die Brücke hinauf um die Zugstrecke sicher zu überqueren. Nach einem kurzen Anstieg hielt ich mich der Ausschilderung richtugn Edle Krone. Wahlweise kann man hier auch der Markierung gelber Strich bis zum Sonnentempel folgen. Folgt man dem unmarkierten Weg muss man seinen Blick immer mal am rechten Wegesrand streifen lassen um den damals zugewachsenen Weg nach oben zu folgen. Über “ Zick“ und “ Zack“ Kurven ging es steil nach oben zum Sonnentempel. Oben angekommen war ich so motiviert ohne Pause weiterzugehen. Der Oberleitenweg ist hier nicht direkt ausgeschildert aber es ist der Weg der im Wald kurz vorm Ende des Waldesrand entlang geht. Immer mal wieder geht es ein kleines Stück rauf und runter so das man nicht auskühlt. An einer kleinen Lichtung mit einem Grab machte ich meine erste Pause.

Sonnentempel
Waldlichtugn mit Kreuz
Blick auf Burgruine und Bergkirche

Gestärkt und motiviert folgte ich nun dem Weg bis ich auf die Markierung “ roter Punkt “ treffe. Dort interessierte mich der Aussichtspunkt Waldblick und ich machte eine klitzekline Zugabe. Der Waldblick hält was er verspricht. Von einer Hütte aus sieht man hervorrangend auf den Tharandter Wald. Nun ging es auf den Wanderweg roter Punkt. Dieser verließ bald den Wald und ich ging an einer Feldgrenze entlang. Auf der Somsdorfer Höhe stieß ich bald auf die asphaltierte Butterstraße die ich jedoch recht schnell wieder verließ um immer weiter hoch bis zum Windrad zu gelange, von dem Mann und Frau und Divers einen tollen Blick auf die Umgebung haben.

Waldblick
auf zur Somsdorfer Höhe
Blick auf Somsdorf und Freital

Der Höhepunkt war für heute erreicht und nun ging es abwärts Richtung Rabenauer Grund. Der Anteil aspahltierter Straßen war dabei vorherrschend. Nach rechts folgte ich der Straße nach Lübau . Dort besteht die Möglichkeit mit dem Borlasbach in den Rabenauer Grund zu gelangen aber ich entschied mich den Grund wieder zu verlassen und über den Feldweg nach Spechtritz zu gelangen. Hier folgte ich dem Weg aber war mir unsicher, ob ich zu Beginn in Spechtritz Privatgrund überquerte. Vielleicht sah ich auch nur etwas geschafft aus, da ich komisch angeschaut wurde. In dem Dorf folgte ich dem Weg immer weiter talwärts. Zur Weihnachtszeit ist bestimmt die Pyramide zu Spechtritz schön anzuschauen. Endlich angekommen im Rabenauer Grund folgte ich nun dem Lauf der Roten Weißeritz bis kurz vor Freital. Da es so idylisch am Fluß war machte ich dort eine ausgiebige Pause. Über mehrere Brücken und einem Felsen ging es bis zur Rabenauer Mühle. Dies ist einbeliebtes Ausflugs – und Wanderziel. Die Weißeritztalbahn begegnete ich hier außerdem.

Rabenauer Grund
Weißeritztalbahn
Pyramide Spechtritz

Auf breiten Wegen folgte ich dem Rabenauer Grund. Immerwieder begegneten einen dabei Wanderfreunde und Radfahrer. Die Ruhe die ich bisher hatte war vorbei aber es hielt sich noch in einem gesunden Maße. Die Weißeritztalbahn überquert immermal wieder die Flußseite. Mehrfach unterwandert man auch den Verlauf der Schmalspurbahn. Der Enso Energielehrpfad begleitet einen ebenfalls. So lernen nicht nur Kinder etwas interressantes über die Energieerzeugung der Region. An einigen Orten kann man auch selbst aktiv werden. Kurz bevor ich den rabenauer Grund wieder verließ gelangt man an das Wasserkraft Werk des Grundes mit dem beliebtem Fotomotiv den Kaskaden. Kurz danach zweigt der Weg nach links in die Somsdorfer Klamm ab .

Kaskade im Rabenauer Grund
Somsdorfer Klamm

Sofort ist es wieder ruhig und der Weg wird richtig schön und spektakulär. Über Stege geht es zum Abzweig zur Teufelskanzel. Dort wollte ich natürlich hinauf. Dafür muss man einen steilen Anstieg über Treppen hinauf, der mit einer Kette gesichert ist. Der Anstieg war schlimm aber möchte man noch zur Teufelskanzel hinauf , sind Kletterkenntnisse gefragt, denn da muss man den Fels hinaufklettern aber man darf sich an einer sehr beweglichen Kette hochziehen. Irgendwie kommt man auch wieder herunter und man gelangt über einen Pfad und einen kleinen Anstieg nach Somsdorf.

Teufelskanzel
Somsdorf.

Allmählich schon geschafft sehnte ich mich nach diesen Anstiegen wieder nach dem Ende der Tour. In somsdorf ging in die Höckendorfer Straße bis zum Pfarrweg und folgte diesen. Den anschließenden Schotterweg ging ich bis zum Sonnentempel.Hier hielt ich mich rechts und ein mächtiger Abstieg in Richtung Tharandt folgte. Zum bschluß ging es entpannt der Wilden Weißeritz den Leitenweg entlang bis ich wieder Freital Hainsberg erreichte.

Leitenweg
Wilde Weißeritz

Fazit: Die Runde ist wirklich schön mit anstrengenden Passagen. Im Mittelteil über die Somsdorfer Höhe ziehte es sich etwas . Die Highlights für mich waren der Brüderweg, der Rabenauer Grund und die Somsdorfer Klamm die wirklich nur geübten und fitten Wnaderern empfohlen werden kann.

Kommentar verfassen