Brandenburg

Der Loben – Ein Moorgebiet im Süden Brandenburgs

Kurzbeschreibung

Distanz: 13,2 km
Anstieg: 90 m
Höhepunkte: die verschiedenen Tongruben, Altes Moor, Lobenturm
Wegbeschaffenheit: überwiegend Wald- und Forstwege, Achtung der Weg zwischen den Seerosenteichen ist sehr feucht ( Gummistiefel empfehlenswert )
Erreichbarkeit: In Hohenleipisch gibt es kostenlose Parkplätze. Über die Bahnhofstraße am Sportplatz vorbei erreicht man den Waldparkplatz.
Strecke: Waldparkplatz Hohenleipisch – Krügers Tongruben – Am Bahnhof – Altes Moor – Lobenturm – Moorbirkenwäldchen – Seerosenteiche – Moorblick – Waldparkplatz Hohenleipisch

Moore und Tongruben

Brandenburg liegt nicht weit von mir entfernt und dieser Teil gehörte sogar bis 1815 zu Sachsen. Viel Natur gibt es hier zu sehen. Ein wenig versteckt, ist der Ausgangsort der Wanderung schon. Der Parkplatz befindet sich mitten im Wald. Von hier startete ich meine Rundtour, die ich an den offiziellen Rundweg anlehnte aber an einigen Stellen abänderte.

Vom Waldparkplatz folgte ich dem Rundweg zu erst ein Stück zurück des Weges und bog rechts auf den Rundweg ein. Schon nach kurzer Zeit erreichte ich eine von den auf dem Weg verteilten Infotafeln. An der Infotafel “ Scherbenglück “ setzte ich den Weg nach links zu den Krügers Tongruben fort. Krüger war mal der größte Blumentopfproduzent und baute hier Ton ab. Dafür wurden Teile des Moores trocken gelegt. Das türkis – grünlich schimmernde Wasser sind ein schönes Fotomotiv und vermitteln gepaart mit dem Sonnenschein ein Urlaubsgefühl. An der Grube entlang brachte mich der Weg wieder zurück auf den Hauptweg und ich setzte dort den gepflasterten Weg nach rechts fort um zum Alten Bahnhof zu gelangen.

natürliche Hinweistafeln
Informationen am Weg

Krügers Tongrube
Urlaubsfeeling in Brandenburg

Natürlichkeit an den Bahnschienen

Nun ging es an der Bahnlinie nach Berlin entlang. Der Zugverkehr störte die Natürlichkeit des Gebietes. Kam kein Zug, hörte man auf dem geraden, geschotterten Weg die Vögel Singen . Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein Moor mich so faszinieren kann. Nach rechts zweigte der Weg zum Alten Moor ab. Über einen Holzsteg, gelangt man in das Moor. Man steht damit wirklich quasi in der Fläche. Das Alte Moor ist eine Reichhaltigkeit an Natürlichkeit und Idylle unglaublich, wären da nicht ab und an die Züge.

Immer gerade an der Bahnstrecke entlang.
Steg auf dem Moor
Altes Moor

Auf zum Lobenturm

Vom Alten Moor kommend setzte ich für ein kleines Stück den Weg nach rechts fort. Nach kurzer Zeit erreichte ich eine Wegkreuzung mit mehreren Hinweisschildern und dem Nixsagenbuch. Die Figuren und Sagen, welche auf dem Weg verteilt sind, machen den Weg kurzweilig. Nach dem Hinweisschild sind es noch 1,8 km nach rechts bis zum Lobenturm. Zur Orientierung hält man sich hier auf dem geschotterten Hauptweg. An dem Lobenschild „Tonleiter“ nahm ich den linken Weg. Ich finde es schön, dass die Schilder zum mitmachen einladen und für die Kinder aktiv gestaltet sind. Von manch langen Weg sollte man sich nicht täuschen lassen. kurz vor dem Turm präsentiert sich ein kilometerlanger Weg, das demotiviert aber schon nach kurzem biegt der Weg rechts ab zum Lobenturm. Dort kann man rasten und vom Turm ein Moor überblicken, was nicht trocken gelegt werden konnte. Für Vogelbeobachter ein Paradies.

noch 1,8 km zum Turm
manch langer Weg kann trügen

Blick vom Lobenturm

Birken und Wasser

Vom Turm kommend läuft man nun auch ein Stück geradeaus. Ich dachte, auf dem geraden Stück bin ich allein unterwegs aber 2 entgegenkommende Autofahrer zeugten von Gegenteil. Zur linker Hand des Weges befinden sich viele Birken, wie ich lernte gibt es dabei auch noch Unterschiede. An der Infotafel „Besenheide“ bog ich nach links in einem mit Gras bewachsenen Weg ein. Zur Linken begleitet einem hier ein Moorbirkenwäldchen. Der Weg mündet direkt in einen geschotterten Weg. Diesen läuft man nach links und dann an der nächsten Möglichkeit wieder nach rechts. Hier empfehle ich Gummistiefel. Je näher ich den Seerosenteichen kam, desto feuchter wurde der Weg. Teilweise war der Weg ein Teil des Gewässer und ich sank immerwieder ein oder hangelte mich durch das Gehölz. Trotz dieser Hindernisse ist es eine tolle Landschaft. Kurz vor dem Ende der feuchten Passage gibt es außerdem noch eine Moorplattform.

Moorbirkenwäldchen
sehr feuchter, sumpfiger Weg
Seerosenteiche

Trocknend zum Waldparkplatz

Mit dreckiger und nasser Hose sowie sumpfigen Schuhen ging es nun geradeaus weiter um die Runde wie geplant zu Ende zu führen. folgt man hier geradeaus den geschotterten Weg macht man nichts verkehrt. der Weg macht einen Rechtsbogen und führt durch trockenere Natur. An einer Kreuzung nahm ich den Weg nach rechts der mit dem Hinweisschild “ Europaschutzgebiet Loben“ versehen ist. Dieser Weg war ein normaler Waldweg mal ohne Schotter. auch dieser Weg führte an einem Moor entlang. Hier sah man sogar einzelne Abtrennungen im Moor. Vielleicht sollte dort auch Ton abgebaut werden. Hohenleipisch hat heute noch mehrere Töpfereien. am nächsten Schotterweg ging ich nach links bis zur Räumstelle an der Betreten Verboten war. Dort kann man den Schotterweg einfach weitergehen oder wie ich links in den Wald einbiegen und den nächsten Weg ( etwas bewachsen) nach rechts nehmen. Hier lagen auch noch einige Bäume auf dem Weg, die ich überstieg oder unten durch kroch. Kurz vor einer Lichtung führt der Weg nach rechts. schön, wie sich der Weg zu einem Hohlweg formt. Kurz darauf erreichte ich wieder den Waldparkplatz.

guter Weg zum Trocknen
auch auf der Erde läuft es sich gut
ein letztes Moor
Moor mit Abtrennungen
Hohlweg kurz vor dem Parkplatz

Fazit: Auch wenn der Weg zum Großteil aus Schotterwegen besteht, gibt es viele Highlights. Die verschiedenen Gruben und Moore sind sehr sehenswert. Bis auf die Passage bei den Seerosenteichen lässt sich die Runde auch gut mit dem Fahrrad bewältigen. Für Kinder gibt es auf dem offiziellen Rudnweg bei den Tafeln kleine “ Mitmachangebote“ . Für Naturliebhaber und Vogelkundler ist die Gegen ein Paradies.

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