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Wanderung in Dresden: Von historischer Altstadt bis zur Elbe

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Distanz: 9,3 km
Anstieg: 40 m
Höhepunkte: Museumshafen Dresden, Trümmerberg, Ostragelände
Wegbeschaffenheit: viele asphaltierte Wege und Sehenswürdigkeiten, im Mittelteil Pfad und Natur
Erreichbarkeit: Der Bahnhof Mitte ist mit vielen Verkehrsmitteln zu erreichen
Strecke: Bahnhof Mitte – Ritzenbergstraße – Schützenplatz – Am Schießhaus – An der Herzogin Garten – Der Herzogin Garten – Ostra Allee – Sophienstraße – Theaterplatz – Terrassenufer – Elberadweg – Pfad an der Elbe – Pieschen Blick – Übigauer Fährweg – Elberadweg – Dresdner Hafen – Trümmerberg – Magdeburger Straße – Am Bramschkontor – Alter Katholischer Friedhof – Städtisches Klinikum Dresden Friedrichstadt – Neptunbrunnen – Wachsbleichstraße – Weißeritzstraße – Bahnhof Mitte

Hinein in die berühmte Altstadt

Den Bahnhof Mitte kann man auf 2 Seiten verlassen. Es empfiehlt sich den Abgang in Fahrtrichtung des Zuges zu wählen. Hier halte ich mich rechts und verlasse somit den Bahnhof. Nach dem Überqueren der Straße an der Ampel geht man geradeaus und erreicht den Schützenplatz. Hier kann man nach den ganzen Wanderungen im Schwebebad bei ruhiger Musik entspannen. Weiter geht es in Richtung Schießhaus. Heute befindet sich im ehemaligen Büchsenschießhaus mit Schießbahn ein gutbürgerliches Wirtshaus. Weiter geht es an Betonbauten entlang bis zum Abzweig „ An der Herzogin Garten „ . Diesen durchläuft man komplett und hat rechterhand den Garten vor sich. Früher war dies ein Teil der Schlossversorgung in Dresden. Als er nicht mehr ausreichte verlagerte sich dieser ins heutige Ostragehege und der Garten wurden zum Lustgarten der Kurfürstin Sophie. Nach dem man diesen durchschritten hat, sieht man auf der anderen Straßenseite bereits den Dresdner Zwinger mit Kronentor. Errichtet wurde dieser von Daniel Pöppelmann, dem Dresdner Barockbaumeister. Von Balthasar Permoser sind die bildhauerischen Arbeiten übernommen wurden. Geplant war der Zwinger doppelt so groß aber aufgrund von Geldmangel konnte dieser so nicht fertiggestellt werden. Die Semperoper hätteso auch nie errichtet werden können.

Zwinger mit Kronentor

Oper aber nur von Außen

Aufgrund von Bauarbeiten ( 03/2025) gelangt man nicht über den Innenhof zum Theaterplatz, sondern läuft um den Zwinger herum. Auf der  rechten Seite fällt einen gleich ein Brunnen auf, der Cholerabrunnen, welcher gestiftet wurde, da Dresden 1841/42 von der Epidemie verschont geblieben ist. Dahinter befindet sich gleich das Taschenbergpalais, welches heute eines der teuersten Hotels in Dresden ist. Je nach Gast werden auch die Gullydeckel verschweißt. Direkt im Anschluss daran blickt man auf das Residenzschloss zu Dresden. Ein weiterer prachtvoller Barockbau, welcher heute das Grüne Gewölbe, die Rüstkammer, das Kupferstichkabinett, das Münzkabinett sowie die Prachträume von August des Starkens zeigt. Auf der anderen Seite öffnet sich nach der Schinkelwache, der Theaterplatz.  Vor der Semperoper, die kein Brauhaus ist ,wie viele nach der Radeberger Werbung denken sondern wirklich ein bekanntes Opernhaus ist, erblickt man das König Johann Denkmal. Wendet man sich an diesem zum Zwinger um, erblickt man einen Stilbruch. Da wie bereits beschrieben, das Geld für die komplette Zwingeranlage fehlte, wurde 1854 durch Gottfried Semper, der auch das nach ihm benannte Opernhaus baute, ein Abschluss, die Sempergalerie erbaut. Schaut man nun zur Semperoper fällt einen auf dem Dach die Lyra auf, welche von Emanuel Semper, einem Kind Gottfried Sempers erstellt wurde.

Details der Semperoper

Es wird natürlicher

Läuft man nun an dem Opernhaus vorbei erblickt man die Gaststätte „ Italienisches Dörfchen „ Der Name geht auf den Bau der Katholischen Hofkirche zurück , als deren italienischer Architekt sowie italienische Handwerker sich in der Region ansiedelten. Nach dem wegriss der Hütten blieben nur noch wenige Wirtshäuser bestehen, heute nur noch das Gebäude des „ Italienisches Dörfchen „ . An diesem läuft man nach rechts entlang bis man die Treppe zum Elbufer erreicht. Diese schreitet man hinunter und hat dabei immer den aktuellen Elbpegel im Blick.. Nun wandert man nach links auf dem Elbradweg entlang.  Zunächst erblickt man auf der anderen Elbseite das Japanische Palais. Direkt voraus erblickt man die Marienbrücke, über die die S8 im weiteren Verlauf fährt. Unterhalb des Landtaggebäudes verläuft nun der Weg weiter. Das Plenum des Landtages ist bewusst aus Glas gestaltet, um die Transparenz zu zeigen. Ob das immer gelingt kann jeder für sich beantworten. Weiter geht es am Kongresszentrum vorbei.  Von der anderen Elbseite kann man Erkennen, dass es die Form eines Elbdampfers hat. Auf dem Dach wiederum befindet sich der Schriftzug „ Dresden „ . Kurz vor dem Erreichen der Marienbrücke biegt der Elbradweg nach links ab. Hier folgt man dem Weg über die Wiese an der Elbe entlang. Zur linken erblickt man die „Yenidze„

Yenidze aus 1001 Nacht

Elbe und Trubel auf der anderen Elbseite

Die Vermutung, dass es sich um eine Moschee handelt ist falsch. Dresden war lange Zeit ein Zentrum der Tabakindustrie. Der Fabrikant Zietz wollte auf seinem Grundstück eine Fabrik bauen. Da aber im Bereich der Altstadt kein typisches Fabrikgebäude errichtet werden durfte, ließ er dieses werbewirksame Gebäude in Form einer Moschee errichten. Das vermeintliche Minarett ist der Schornstein. Der Name Yenidze bezieht sich auf das Tabakanbaugebiet in Griechenland. Heute befinden sich in dem Gebäude viele Büros sowie der höchste Biergarten Dresdens. Weiter wandert man unter der Marienbrücke hindurch,läuft über den Parkplatz und hält sich dabei in Elbnähe, damit man den Pfad, den man nun um das Ostragehege herum nicht verfehlt. Der Name geht auf das Dorf Ostra zurück, was Insel bedeutet. Bei Hochwasser trifft dies heute noch zu.  Das Dorf musste aber aufgrund des Hafenbaus umgesiedelt werden. Heute erinnert der Stadtteilname Leubnitz – Neuostra an die neue Heimat der Umgesiedelten.Läuft man nun über den Pfad, den Elbbogen entlang, blickt man immerwieder hinüber nach Pieschen. Pieschen ist ein gerade bei jungen Menschen sehr beliebtes Stadtviertel. Markant ins Auge sticht hier die Brücke über die Hafenzufahrt in Pieschen.

Hafen von Pieschen

Entlang des Elbbogens

Weiter geht es den Elbbogen entlang. Zwischen den Häusern auf der anderen Elbseite blickt man eine Wiese. Dies ist die Flutrinne, die bei Hochwasser Übigau in eine Insel verwandelt. Kurz darauf erblickt man das Schloss Übigau, an dem heute noch viele Veranstaltungen sind. Die beliebte Gaststätte aus früheren Jahren als noch eine Fähre hinüber vor ist nicht mehr erhalten. Der barocke Baustil lässt sich nicht leugnen und setzt sich nun auch im weiteren Verlauf fort. Die Alle die man nun linkerhand durchläuft, lässt ebenfalls auf die Errichtung zu Barockzeiten schließen. Gerade Sichtachsen wie zum Schloss sind dabei sehr beliebt.

Schloss Übigau

Ein alter Hafen

Nach dem man die Bäume bewundert hat, erreicht man schließlich wieder den Elbradweg, in dem man nach links abbiegt. Nun läuft man direkt auf die „ Rinne „ zu. Auf der anderen Seite der Brücke finden dort äußert beliebte Konzerte statt, die man auch anderswo in der Stadt lautstark mitbekommt. Vor der Brücke biegt man jedoch nach rechts ab um noch einen kleinen Abstecher in den Museumshafen von Dresden zu machen. Eine Whiskypause oder ein Besuch in der Hafenkantine sind hier auch möglich

Museumshafen in Dresden

Durch die Stadt zum Ziel

Nun verlässt man den Hafen durch den Haupteingang. Auf der gegenüberliegenden Seite erkennt man einen kleinen Hügel, dieser wird nun erklommen. Dafür hält man sich links und wandert in Richtung Elbradweg. Kurz bevor man diesen erreicht, erkennt man den steilen Weg auf den Trümmerberg hinauf. Das Gebiet der Friedrichstadt und des Ostrageheges war Hauptabwurfplatz der Bomben in der Nacht 13./14. Februar 1945. Den Hügel denn man nun besteigt, ist aus den Trümmern entstanden. Von oben hat man einen umfassenden Blick nach Freital zum Windberg, weiter über den Hafen und den Weinbergen in Radebeul nach Klotzsche, die Dresdner Heide und schließlich die Altstadtsilhouette. In südwestlicher Richtung verlässt man nun den Hügel und überquert an der Ampel die Bundestraße. Der Straße folgt man nun nach links, bis sich zwischen den hohen Wänden ein Weg in den ehemaligen Bramschkontor auftut, welches heute ein Wohngebiet ist. Früher wurden hier Spirituosen hergestellt. Am Ende der Straße erblickt man bereits das Klinikum Friedrichstadt mit dem Brühl-Marcolini Palais. Früher wurde dies nicht als Krankenhaus sondern Garten genutzt. 1813 bezog Napoleon das Palais. Friedensverhandlungen mit Metternich scheiterten. Wer möchte, kann hier noch einen Abstecher zum sehenswerten Katholischen Friedhof machen. Viele bekannte Gräber wie von Carl Maria von Weber, Balthasar Permoser sowie Gerhard von Kügelgen befinden sich auf dem Gelände. Nun betritt man durch den Haupteingang das Gelände des Klinikums und läuft in Richtung Notaufnahme. Diese lässt man jedoch rechter Hand und läuft gerade aus weiter den Weg in Richtung Cafe. Hier am Cafe befindet sich der sehenswerte Neptunbrunnen. Dieser gilt als bedeutendster Barockbrunnen von Dresden. In den Sommermonaten ist dieser um die Mittagszeit sowie Abendstunden in Betrieb. Am Brunnen vorbei sucht man sich einen Durchgang der Mauer um die Wachsbleichstraße zu erreichen, die geradewegs  nach links zum Bahnhof Mitte und somit zum Ausgangspunkt der Wanderung führt

Neptunbrunnen

Fazit

Diese Wanderung ist bei Hochwasser nicht möglich. Durch die geringen Höhenmeter und guten Wege ist diese Wanderung für jeden möglich. Die Wanderung bietet Abwechslung zwischen Stadt und etwas Natur.

Von patriclife

Ich bin gern draußen in der Natur und in Städten unterwegs um Neues zu entdecken.

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