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Vom Lockwitzgrund zur Babisnauer Pappel

Distanz: 14,2 km Aufstieg 290 m

Altlockwitz – Am Gückelsberg – Lockwitzbach – Borthener Gründel ( Rastplatz) – Lockwitztalhang – Burgstädteler Linde – Hummelmühle – Bärenklause – Babisnauer Straße – Babisnau – Babisnauer Pappel – Babisnau – Bergweg – Gaustritz – Sobrigauer Weg – Sobrigau – Nickerner Weg – Trutzsch – Hohles Tor – Am Hofegarten – Am Wehr – Lockwitzer Frosch – Schloss Lockwitz – Altlockwitz

Entlang der Lockwitz

Auch wenn es dieses Jahr eher ein grauer Jahresanfang ist, entschloss ich mich mal wieder zu Wandern. Meine Wahl fiel auf eine Wanderung aus dem Rölke Wanderführer Rund um Dresden Band 1. Ich startete in Altlockwitz, welches gut mit dem Bus zu erreichen ist. Ein Parkplatz dort ist auch vorhanden. In Altlockwitz sah ich mir zu erst den Lockwitzer Frosch an, welches ein Wetterhäuschen aus dem Jahr 1913 ist. Als nächstes ging ich am Bäcker Gehre vorbei, der mit leckerem Blechkuchen warb. Ab dem Weg “ Am Gückelsberg“ folgte ich bis zum Aussichtspunkt Burgstädteler Linde der Markierung “ gelber Punkt“. Führte der Weg am Anfang noch entlang von Häusern wurde er jedoch schnell natürlicher. Der Pfad der nun an dem Lockwitzbach entlang führte , war zwar sehr matschig bot aber die Nähe zum Wasser und führte an ehemaligen Steinbrüchen vorbei. Kurz wurde der Weg nochmal befestigt, da hier wahrscheinlich Gebäude einer Firma stehen. Kurz darauf zweigte der Weg nach links oben ab und ich erreichte die halbe Höhe des Lockwitzhanges. Hier sah ich die Lockwitztalbrücke und hörte die Autos auf der Autobahn darüber sausen.

Lockwitzer Frosch
entlang der Lockwitz

schlammige Wege entlang des Baches
schnell gewinnt man an Höhe

Blick auf die Lockwitztalbrücke

Nachdem ich die Brücke unterquerte, erreichte ich das Borthener Gründel. Hier nahm ich nicht den Weg der im Tal lang führt, sondern der Weg der an dem Rastplatz vorbeigeht. Es war schwierig dort hinauf zu kommen, weil der Weg so rutschig war. Kurz vor Erreichen der Hangkante, bog ich nicht scharf rechts ab sondern halb rechts um den Weg unterhalb der Hangkante fortzusetzen. Immerwieder konnte man den Obstbau auf dem Hang im Gebiet Borthen erahnen. Kurz vor der Burgstädteler Linde hatte ich das einzige Mal einen Sturmschaden zu unterqueren. Vielleicht war es aber auch ein liegengebliebener Weihnachtsbaum 😉 Gleich darauf, erreichte ich die Burgstädteler Linde. Hier rastete ich und genoß den Ausblick auf den Wilisch (https://wordpress.com/post/patriclife.com/1938) und die Quohrener Kipse. Nach einer kleinen Rast setzte ich den Weg fort.

Obstbau im Bereich Borthen
gut markierter Weg
vergessener Weihnachtsbaum

Ausblick von der Burgstädteler Linde auf den Wilisch ( links)

Von hier ging ich auf bekannten Wegen wieder ins Tal. Die “ rote Punkt “ Markierung, welche ich bis zur Babisnauer Pappel nun folgen werde, begleitete mich schon auf dem Rundweg Meißen Schmilka ( https://wordpress.com/post/patriclife.com/1653 ). Erstmal ging es hinab bis ins Lockwitztal, wo ich an der Hummelmühle die Straße überquerte.

Auf aussichtsreichen Wegen nach Lockwitz

Von der Hummelmühle ging es auf der wenig befahrenen Straße in Richtung Bärenklause stetig nach oben. Kurz vor Bärenklause lädt ein kleiner Ententeich zur Rast ein. In einer langen Kurve geht es durch Bärenklause. An der Abzweigung folge ich der Babisnauer Straße entlang der Steinmauer immer bergauf. Kurz vor dem Ortseingangssschild von Babisnau hat man einen schönen Ausblick auf Teile von Dresden und der Sächsischen Schweiz.

Blick auf die Panoramastraße von Babisnau
Ententeich bei Bärenklause
Blick vom Ortseingang Babisnau ins Elbtal
Blick auf die Berge der Sächsischen Schweiz

In Babisnau auf der linken Seite fällt gleich ein Gebäude ins Auge, welches früher das Schulgebäude war. Der Name Babisnau kommt aus dem Sorbischen und heißt “ Dorf der Großmutter“. Von der Kreuzung in Babisnau hatten die früheren Einwohner einen wunderschönen Ausblick in die Umgebung, die leider heute etwas durch die neuen Eigenheime verbaut ist. An der Kreuzung folgte ich dem Weg nach links um zur Babisnauer Pappel zu gelangen. Auf dem freien Feld vor dem Aussichtspunkt merkte ich doch die Windböen. Schon von da sah ich, dass ich wieder nicht auf den kleinen Turm kann, da dieser immer noch in der Rekonstruktion ist. Auch vom Fuße der Pappel konnte ich das Panorama auf Dresden bewundern. Der Bauer, der diese Pappel pflanzen ließ wollte diese wieder fällen lassen, da zu viele Wanderer dorthin pilgerten. Nur durch das Eingreifen eines Vereins, können wir das Naturdenkmal noch heute bewundern.

Weg zum Aussichtspunkt
Schnee im Osterzgebirge
Blick von der Babisnauer Pappel nach Dresden
Blick in Richtung Sächsische Schweiz

Der Weg fühte mich nun über den gleichen Feldweg wieder zurück nach Babisnau. Von der Kreuzung mit dem tollen Ausblick folgte ich den Weg an den Bäumen entlang nach Gaustritz. Immerwieder konnte man nach rechts in die Sächsische Schweiz blicken. In Gaustritz bietet der Dorfplatz eine gelungene Rastmöglichkeit. Frühgeschichtliche Grabplatten wurden unweit von Gaustritz gefunden und eine wird dort ausgestellt. Über den Sobrigauer Weg gelangt man durch ein Wohngebiet und einer Gärtnerei vorbei zunehmend wieder zur Autobahn. Kurz vor der Autobahn folgt man dem Feldweg begleitet von den Autogeräuschen nach Sobrigau. In Sobrigau angekommen hat man neben einer Rastmöglichkeit auch die Chance einer tollen Aussicht auf Dresden.

Blick über Gaustritz und Dresden
schön gestalteter Dorfplatz in Gaustritz
der Weg wird begleitet von schönen Ausblicken

Aus der Natur in städtisches Gebiet

Vom Rastplatz in Sobrigau folgte ich den Nickerner Weg in Richtung Autobahn. Schon nach kurzer Zeit überquert man die A17. Rechts sieht man die Lockwitztalbrücke nun von oben. Am nächsten Abzweig ging ich nach links, da ich auf die Trutzsch wollte. Schon auf dem Weg dahin wurde es immer schlammiger. Ich entschied mich deswegen nicht die Trutzsch aufzusuchen ( Wissenswertes zum ehemaligen sowjetischen Hügel: https://wordpress.com/post/patriclife.com/708 ) . Kurz vor der Trutzsch fielen mir noch an den Büschen hängende Tassena uf. Die Beutung hat sich mir nicht erschlossen. Ich setzte deswegen meinen Weg nach rechts fort und kam wieder in Dresden an. Über die Kurt – Böhme Straße und einen unscheinbaren Weg leicht rechts stieg und rutschte ich hinab zum Hohlweg. Diesen abwärts gehend erreichte ich Lockwitz. Den Abzweig nach rechts “ Am Hofegarten“ ging ich bis zur Hauptstraße nach Kreischa. Aufgrund der Kruve ist dort die Straße zügig und vorsichtig zu Überqueren. Geradeaus ging ich an den parkenden Autos vorbei und erreichte wieder den Lockwitzer Frosch. In Altlockwitz schaute ich mir noch kurz das Schloss von außen an und beendete die Tour.

Blick auf die Lockwitztalbrücke
schlammiger Weg

Schloss Lockwitz

Fazit: Die Wanderung gliedert sich in 2 große Abschnitte. Im ersten Teil die schöne Natur des Lockwitzgrundes und im zweiten Teil über Straßen auf freien Gelände mit Aussichten. Im ersten Abschnitt kam bei mir richtig Wanderstimmung auf und ich vernahm einige Geräusche von Vögeln und erblickte die aufblühende Natur. Der zweite Teil war auch aufgrund der Autobahn etwas lauter aber dafür aussichtsreicher. Insagesamt war es eine schöne Wanderung aber es empfiehlt sich die Wanderung bei trockenerem wetter zu gehen, da der Schlamm etwas die Stimmung trübte.

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