Halbtagestouren, S8 Dresden - Kamenz, Wandern entlang der Bahn, Wandertouren

Dresden entdecken: Villenviertel, Aussichtspunkte und mehr

Distanz: 11,1 km
Anstieg: 140 m
Höhepunkte: Münchner Platz, Plauenscher Grund, Südpark
Wegbeschaffenheit: größtenteils auf asphaltierten Wegen
Erreichbarkeit: Der Hauptbahnhof ist mit einer Vielzahl an Verklehrsmitteln zu erreichen
Strecke: Dresden Hauptbahnhof – Winckelmannstraße – Hübnerstraße – Leubnitzer Straße – Liebigstraße – Nürnberger Straße – Hübnerstraße – Münchner Platz – Münchner Straße – Bienertstraße – Chemnitzer Straße – F.C. Weiskopf Platz – Altplauen – Innerer Plauener Friedhof – Schleiermacherstraße – Bienertpark – Hoher Stein – Leibnizstraße – Kotteweg – Westendring – Südpark – Kohlenstraße – Südhöhe – Räcknitzhöhe – Ludwig Renn Allee – Bismarckturm – Moreauweg – Stadtgutstraße – Zeunerstraße – SluB Gelände – Zellescher Weg – Max Liebermann Straße – Beutlerpark – Lukaskirche – HTW Gelände – Dresden Hauptbahnhof

Durch schöne Villenviertel

Der Ausgangspunkt der Wanderung ist mit sämtlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Zunächst wendet man sich der Bayrischen Straße ( Fernbushaltestelle ) zu und läuft diese bis zum Ende des Sachsenenergiegebäudes entlang. Hier biegt man nun nach links in die Winckelmannstraße ab und entfernt sich etwas dem Lärm der Stadt. Hinter den Wohnblöcken entlang läuft man bis zum Abzweig der Hübnerstraße. Hier hält man sich rechts und läuft am prächtigen Gebäude des kroatischen Honorarkonsulates entlang. Kurz darauf erblickt man an der Straßenecke ein schönes Gebäude mit Türmchen und Statuetten, die Möckelvilla.  Viele solcher alten Villen prägen hier das Straßenbild, des sogenannten Schweizer Viertels. Der Name geht dabei auf eine Mitte des 19. Jahrhunderts beliebte Gastwirtschaft zurück.

Mörikevilla

Links und rechts der Liebigstraße, die man nun ansteigend bis zum Nürnberger Ei folgt entdeckt man viele kleine Erker, Statuetten und Verzierungen an den Häusern. Das „ Nürnberger Ei „ hat seinen Namen aus der Ähnlichkeit zur Form der Nürnberger Taschenuhr. Nürnberg war damals sehr bekannt für seine Feinmechanik. Das Nürnberger Ei verlässt man linkerhand über die Hübnerstraße . Genau an der Ecke befindet sich ein guter Bäcker, deren Duft man draußen nicht immer widerstehen kann. Von der Hübnerstraße erblickt man auf der linken Seite bereits das nächste Ziel. Der Turm des Georg Schumann Baus der Technischen Universität ragt markant in die Höhe. Auf dem Münchner Platz hat man dann eine tolle Sicht auf das Gebäude. Es erinnert mich immer etwas an Hogwarts. Innen kann ich aus eigener Erfahrung berichten, ist es teilweise genauso verwirrend. Außerdem beinhaltet das Gebäude die Gedenkstätte Münchner Platz, die an das traurige Kapitel der Strafjusitz der NS _ Zeit, sowjetischen Besatzungszeit und der DDR Justiz erinnert. Ende 1956 wurde hier das letzteTodesurteil vollstreckt.

Münchner Platz

Auf den Spuren Bienerts zur Aussicht

Nun verläuft der Weg zwischen den Schienen der Trambahn entlang. Beim Erreichen der Wendeschleife überquert man direkt rechts die Straße um dann hinter dem griechischen Restaurant rechterhand in die Bienertstraße einzubiegen. Gottlieb Traugott Bienert nach dem die Straße benannt ist, war hier in Dresden Plauen ein bekannter und wohltätiger Bäcker und Müller, der es bis zum Großindustriellen brachte. Damals war Plauen noch ein selbstständiges Dorf. Auf der Bienertstraße wechseln sich Wohnblöcke und alte Villen mit Türmchen ab. Beim Erreichen der Chemnitzer Straße biegt man nach links ab und erreicht das geschäftliche Zentrum des Stadtteiles mit Rathausgebäude. Den Platz quert man und kann sich noch am Müllerbrunnen erfreuen, der an die frühere Haupttätigkeit des Dorfes erinnert. Er ist außerdem Wilhelm Müller, einem Heimatdichter gewidmet, der bekannt für sein Lied „ Das Wandern ist des Müllers Lust „ ist. Nun erreicht man in Altplauen den „ Inneren Plauener Friedhof „. Hier lohnt sich ein Abstecher zum Grab von Bienerts. Dies befindet sich links hinter der Kirche auf der oberen Terrasse an der Mauer. Verlässt man den Friedhof wieder über den Haupteingang läuft man leicht bergab bis zum Gelände der Bienertmühlen. Heute wirbt hier ein Fitnessstudio. Etwas Fitness braucht man, da es nun linkerhand bergauf geht. Der Weg führt vorbei an der Grundschule und dem Gymnasium Plauen. An der Sternwarte kann man sich das erste Mal umdrehen und blickt auf Dresden. Je weiter man nach oben steigt, desto lohnenswerter ist der Blick bis zum Weinhang in Radebeul. Es lohnt sich hier einen Pfad über die Wiese zu nehmen um die ersten Ausblicke in den Plauenschen Grund zu genießen.

Blick auf Dresden

Aussichten gibt es auch ohne Turm

Der Aussichtsturm „ Hoher Stein „ den man erblickt hat von März bis Dezember , immer donnerstags bis sonntags geöffnet. Auch ohne den Turm hat man an den verschiedenen Aussichtspunkten einen schönen Blick auf den Grund. In der Ferne sieht man die Autobahnbrücke zwischen den Tunneln der A 17. Links davon erspäht man den Windberg. Blickt man rechts weiter nach Dresden sieht man das Neubauviertel in Gorbitz sowie einzelne markante Bauwerke der Dresdner Altstadt sowie den dahinterliegenden Weinhang Radebeul.

Blick in Richtung Stadt
Plauenscher Grund

Aussichten am Wegesrand

Direkt zu Beginn der nun anschließenden Streuobstwiese hält man sich links, geht unter der Schrank durch, überquert die Straße und wandert entlang der Leibnizstraße und dem Kotteweg. Beim Überqueren der Straßen im Wohnviertel lohnt es sich nach links zu blicken und die Aussicht auf Dresden zu bewundern. Nach dem Kotteweg erreicht man an einer Tramhaltestelle den Westendring. Hier hält man sich links und läuft am Fichtepark entlang. Hier gibt es wieder einen Aussichtsturm, der ab März bis Dezember Donnerstag – Sonntag ab 10 Uhr zu besichtigen ist. Der Fichteturm wurde ursprünglich als Bismarckturm errichtet. Der jetzige bekannte Bismarckturm ist das nächste Ziel. Dafür geht es auf der anderen Seite der Schienen unterhalb des Wohnviertels entlang. Rechterhand leicht aufsteigend verlässt der Weg den Verlauf der Trambahn. Oben angekommen  verläuft der Weg linkerhand entlang eines etwas heruntergekommen wirkenden Gebäudes entlang. Kurz darauf wird der Weg schöner. Der Südpark ist erreicht, der zur Bundesgartenschau 2033 noch weiter hergerichtet werden soll. Direkt hinter einem schönen Waldspielplatz mit Bänken die zum Erholen einladen blickt man wieder auf Dresden. Linkerhand sieht man den markanten Turm des Georg Schumann Baus den man zu Beginn der Wanderung bereits aufgesucht hatte.

Georg Schumann Bau und Dresdenpanorama

Die Treppen steigt man jedoch nicht herunter, sondern setzt den Weg entlang der Rohre fort. Bei nächster Möglichkeit läuft man den Weg rechterhand hinauf zur Kohlenstraße. Nun ist es zunächst mit der Ruhe etwas vorbei. Die Bundestraße wird überquert und hinter der Araltankstelle und der Bowlingbahn geht es linkerhand durch das Wohnviertel hindurch. Zwischen den Neubaublöcken hindurch verläuft der Weg bis man linkerhand am Ende einer Straße den Bismarckturm erblickt. Ab März kann man diesen wieder besteigen und genießt den letzten Ausblick von einem Turm auf dieser Wanderung.

Bismarckturm

Durch meine Vergangenheit zum Bahnhof

Am Bismarckturm vorbeigehend läuft man nun hinab. Rechts am Baum befindet sich das Moreaudenkmal. Der französische General wurde hier in den napoleonischen Kriegen bei der Belagerung von Dresden tödlich von einer Kugel getroffen. Weiter läuft man nun über die Stadtgutstraße hinunter. Erste Gebäude älteren Datums lassen das Unigelände erahnen. Bis zur Zeunerstraße läuft man an einer Wiese entlang. Nun hat man das Hauptgelände der Technischen Universität Dresden erreicht. Linkshaltend bis man das Ende des Frauenhofer Gebäudes erreicht hat läuft man die Straße entlang. Am Gebäude steigt man die Stufen herab . Links befindet sich das Physikgebäude der Universität rechts, die zwei Gesteinsquader sind Gebäude der Sächsischen Landes – und Universitätsbibliothek ( SLuB ). Der Bibliotheksteil mit dem Bestand befindet sich jedoch zu unseren Füßen. Der Lesesaal ist sehr sehenswert. In die Bibliothek kommt jeder ohne Anmeldung hinein. Ein kleines Cafe befindet sich direkt auf der Höhe der Wiese. Die Möglichkeit das Buchmuseum zu besuchen befindet sich hier ebenfalls und ist empfehlenswert.

Sächsische Landes- und Universitätsbibliothek ( SLuB)

Am anderen Ende des Geländes läuft man weiter zum Zelleschen Weg. An der Ampel überquert man mit Blick zur Zweigstelle „ Drehpunkt „ der SLuB die Straße. Vorbei an einem weiteren Gebäude biegt man links in die Max Liebermann Straße ein, durchquert den linken Rand des Beutlerparkes um nach links in die Egon Erwin Kisch Straße einzubiegen . Hier sieht man schon den Turm der Lukaskirche, die das nächste Ziel ist. Nach dem die Straße einen Linksbogen beschreibt, biegt man rechts ab und erreicht die Kirche. Am Zentraleingang vorbeigehend biegt man nun in die Andreas Schubert Straße ein , die man bis zum Gelände, der zweiten großen Hochschule der Hochschule für Technik und Wirtschaft ( HTW) folgt. Nach einem Discounter zur linken erreicht man das Hochschulgelände. Nach dem ersten Gebäude hält man sich links, läuft über das Gelände und erblickt an der Straße zur Rechten wieder den Hauptbahnhof, das Ziel der Wanderung, welches man nach wenigen Schritten erreicht hat.

Lukaskirche

Fazit

Diese Wanderung im städtischen Gebiet zeigt trotzdem einige Erlebnisse in der Natur. Die Wege sind gut zu gehen und tolle Ausblicke säumen den Weg. Die Anreise ist für jeden problemlos möglich.

2 Gedanken zu „Dresden entdecken: Villenviertel, Aussichtspunkte und mehr“

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