Halbtagestouren, S8 Dresden - Kamenz, Wandern entlang der Bahn, Wandertouren

Entlang der Prießnitz und auf die Trümmerhalden

Distanz: 10 km
Anstieg: 110 m
Höhepunkte: Pfad entlang der Prießnitz und der Ausblick von den Trümmerhalden
Wegbeschaffenheit: Naturbelassene Pfade sowie ein kurzer steiler Aufstieg zur Halde 1
Erreichbarkeit: Der Bahnhof Dresden Industriegelände ist mit vielen Verkehrsmitteln zu erreichen.
Strecke: Dresden Industriegelände – Werner Hartmann Straße – Meschwitzerstraße – Königsbrücker Straße – Charlotte Bühler Straße – Lagerplatz – Weg in die Dresdner Heide – Prießnitzgrundweg – Prießnitzstrand – Küchenbrücke – Diebsteig – Manfred von Ardenne Ring – Moritzburger Weg – Oberförster Jahn Weg – Halde 1 – Proschhübel – Halde 2 – Fabricestraße – Elisabeth Boer Straße – Dresden Industriegelände

Industriecharme

Direkt nach dem Verlassen des Triebwagens besteigt man nun die Brücke, welche einen bis zur Königsbrücker Straße bringt, die man klassisch mittels Ampel quert. Geradeaus weiter gehend, erreicht man nun die Werner Hartmann Straße, der man nun folgt. Hier ergibt sich das klassische Bild des Industriegeländes. Viele ehemalige Gebäude bestehen als Firmen oder Ateliers fort. Die Gegend ist auch für viele Partylocations bekannt

Industriecharakter
Partylocation in der Industrie

Natur an der Prießnitz

Am Ende der Straße biegt man in Richtung der großen Königsbrücker Straße ab und folgt ihr hinab. Nach der Tankstelle biegt man nach links ab und durchschreitet das Tor und betritt somit altes militärisches Gelände. 1873 wurde der gesamte Komplex als sogenannte Planstadt für das Militär angelegt und war die größte zusammenhängende Kaserne Deutschlands. Heute befinden sich hier viele kulturelle Einrichtungen. Die Offizierschule des Heeres und das Militärhistorische Museum sind die einzigen militärischen Einrichtungen heute. Läuft man nach dem Tor die Straße entlang kommt man an der Probebühne des Schauspielhauses Dresden vorbei. Am Ende mündet die Straße in einen Platz. Hier geht man zwischen den Zäunen einen unscheinbaren Weg entlang, der schnell in die Dresdner Heide führt. Schon wandert man einen etwas steileren Weg, der mit Baumstämmen teilweise versehen ist hinunter zur Prießnitz, dem Hauptfluss der Dresdner Heide. An der Brücke kann man sich nun entscheiden ob man den Prießnitzgrundweg mit den Radfahrenden entlangwandert oder auf der anderen Seite der Prießnitz einen natürlicheren Weg nimmt, welcher sogar über einen kleinen Sandstrand führt. Fast immer direkt an dem Fluss entlang führt der Weg. Mal weitet sich die Prießnitz und entwickelt mehrere kleine Rinnsale im Flussbett.

Die Prießnitz sucht sich ihren Weg

Ausblicke von den Trümmern

Der teilweise ruhig vor sich hin plätschernde Fluss täuscht aber auch. Im Frühjahr bei Hochwasser kann er eine ungeheure Kraft entfesseln, deren Spuren der aufmerksame Wanderer schnell sieht. An der Küchenbrücke überquert man nun wieder den Fluss und läuft ein kleines Stück des Prießnitzgrundweges zurück um nach rechts oben den Diebsteig zu folgen. Allmählich ansteigend unterquert der Weg nun die Bahnstrecke, welche uns später zum nächsten Bahnhof bringt. Direkt dahinter beginnt der Technologiepark auch Silicon Saxony genannt. Läuft man gerade hindurch erreicht man wieder die Königsbrücker Straße, welche man gerade überquert. Ein kleines Stück läuft man nun am Moritzburger Weg entlang, bis man an einer Informationstafel nach links in die junge Heide einbiegt. Markiert ist dieser Weg mit dem „Grünen Punkt“. Hier wandelt sich der Wald allmählich zu einer eher kargen Heidelandschaft. Die erste Halde erblickt man nun auch schon. Nun verläuft der Weg über offenes Gelände. Links vom Weg befindet sich nun die Halde. Bei einem Zaun zur Linken bietet sich ein steiler Aufstieg auf die Halde an. Wer nicht hinauf möchte kann an der Halde vorbeilaufen und dem „Grünen Punkt“ folgen. Wer den kurzen steilen Anstieg nimmt erreicht schnell das Plateau. Hier hält man sich links und gelangt auf den Gipfel mit Bank. Als Aussicht bietet sich hier nur der Blick nach Klotzsche an.

Klotzsche in der Ferne

Noch eine Halde

Weiter geht es immer geradeaus den seichteren Weg hinab. Zur Rechten erblickt man nun die riesige Gartensiedlung „Hellersiedlung“. Nach der Wende wurde das ehemalige Militärgelände zum notwendigen Kleingartengelände umgewidmet um die Versorgung zu gewährleisten. Erreicht man nun den Hammerweg läuft man diesen in linke Richtung entlang. Das massiv gesicherte Gelände ist die Justizvollzugsanstalt Dresden, in der auch die Verdächtigen des Remmo Clans nach dem Juwelenraub aus dem Grünen Gewölbe saßen. Weiter geht es nun nach rechts den kleinen Anstieg nach oben und man erreicht schon das Plateau der 2., niedrigeren Halde. Beide Halden sind aus den Trümmern von der Zerstörung Dresdens im 2. Weltkrieg entstanden. Von der Halde blickt man umfassend auf die Dresdner Altstadt mit der markanten Silhouette, in die Neustadt sowie auf den markanten Windberg von Freital. Linker Hand der Halde kann man auf das große Waldgebiet der Dresdner Heide blicken. Am Ende der Halde geht rechts eine Treppe hinunter die uns über einen kleinen Pfad bis zur Feuerwache an der Fabricestraße bringt. Hier läuft man an der Wache entlang und quert über die Brücke den Schienenstrang, der die S8 bis zum Startpunkt brachte. Hinter der Brücke biegt man links ab und folgt nun bis zum Haltepunkt Industriegelände der Straße. Zur rechten befindet sich zunächst das Stadtarchiv Dresden und das Standesamt. Geheiratet wird eher auf der Goetheallee oder an anderen schönen Orten in Dresden. Es folgen nun industrielle Betriebe bevor man über den Parkplatz läuft und die Stufen zur Brücke, welche einen zum Haltepunkt bringt hinaufläuft. Hier nun endet die Wanderung und es geht weiter mit dem Zug nach Dresden Klotzsche.

Dresdensilhouette

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